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Augmented Reality (AR) einfach gemacht

Seit Apple das iPhone X auf den Markt gebracht hat rückt Augmented Reality (AR) immer mehr in den Fokus der Verbraucher. Wir experimentieren seit über einem Jahr mit der Technologie und haben festgestellt, dass 95 Prozent unserer Kunden nichts über AR wissen. Seit der Veröffentlichung von Google ARCore und Apple ARKit nimmt das Thema jetzt aber langsam Fahrt auf. Noch nicht signifikant, aber immerhin sprechen vermehrt vor allem die jüngeren Zielgruppen auf AR an. Ich habe mich in den letzten Monaten auf den Einsatz von zweidimensionalen Anwendungen für unsere Bilder und Drucksachen konzentriert, weil ich Templates nutzen und so meine Produktionskosten niedrig halten kann.

Die Gestaltung von dreidimensionalen Anwendung in höchster Perfektion können Sie mir der neuen App der Daimler A-Klasse – Mercedes cAR – sehr gut testen. Stellen Sie sich das Auto in Ihr Wohnzimmer, betrachten Sie den Innenraum von hinten nach vorn und umgekehrt, umrunden Sie das Auto physisch und konfigurieren Sie Farbe, Felgen und Zierleisten wie in einem herkömmlichen Konfigurator. Und zum Schluss stillen Sie noch Ihren Spieltrieb und fahren Ihr konfiguriertes Auto noch etwas im Wohnzimmer herum. Die App zeigt, wozu AR fähig ist.

Ich habe Ihnen ein einfaches Beispiel angelegt:

1. Downoaden Sie die App Layar im Google Play Store oder im AppStore
2. Öffnen Sie die App
3. Das Suchfeld quer auf das obige schwarz-weisse Titelbild halten
4. In der Fußzeile antippen zum Scannen

In der Fußzeile öffnen sich die drei Schaltflächen Webseite, E-Mail, Telefon. Klicken Sie mal drauf und probieren Sie es aus. Mit dem Klick auf die Schaltfläche Web kommen Sie direkt auf die Landingpage des DigitalHairdresser, mit Klick auf die Mail direkt zu mir und mit Ruf an kontakten Sie direkt unsere Rezeption.

Probieren Sie es aus und wenn Sie mehr wissen wollen, dann schreiben Sie mir einfach eine Mail aus der AR-Anwendung heraus oder rufen Sie direkt an.

 

Das Lächeln stirbt nie

“Das Lächeln stirbt nie!”

Ein Seminar für neue Mitarbeiter im Salon

Wir haben mit “Das Lächeln stirbt nie!” ein Neueinsteiger-Seminar entwickelt, in dem wir unsere Vorstellung von Begrüßung und Empfang, Ablauf des Service und Verabschiedung definiert haben. Nach etlichen Jahren als Bewerbungs-Trainer in unserer Bildungspartner-Schule in Esslingen wurde mir bewusst, dass all die für uns wichtigen gesellschaftlich relevanten Verhaltensweisen, die wir von unseren Azubis verlangen, genau das ist, was auf dem Schulhof gar nicht angesagt ist. Höflichkeit, Freundlichkeit, Rücksicht im Umgang miteinander, Hilfsbereitschaft – all das sind Verhaltensweisen, die zwar bekannt, für junge Berufseinsteiger aber ungewohnt in der Anwendung sind.

Empfang
Der Empfang ist der ausschlaggebende Faktor dafür, ob sich eine Kundin im Salon willkommen fühlt. Deshalb muss der Ablauf perfekt sitzen. Dazu muss bspw. ein neuer Azubi gezeigt bekommen, wie wir den Ablauf haben wollen. Vom Handschlag, der Vorstellung mit Vor- und Zuname, dem Garderobenservice, dem Geleit zum Bedienungsplatz, der Abfrage nach Lesematerial und Getränken und der Vorlage eines Kunden-Erfassungsbogens bei Neukunden wird der gesamte Strang definiert und trainiert.

Service
Das einladende Ausdrehen des Stuhl, die freundliche Frage nach Getränken und Lesematerial, bzw. den Hinweis, wo Lesematerial zu finden ist, die Salon-Tour für Neukunden zur Orientierung, der Hinweis auf freie WLAN-Nutzung mit Ansage des Passwortes für den geschützten Bereich oder Freifunk für den offenes Zugang, der Hinweis auf Tageszeitungen, auf unsere Frisuren- und Haarfarben-Boards auf Pinterest und auf unseren Instagram-Account, sowie die Nutzung der hauseigenen iPads – all das muss demonstriert und trainiert werden.

Salon-Tour
Was im privaten Bereich gerne als “Schlossführung” tituliert wird, ist bei Gress Friseure die Salon-Tour für Neukunden. Wir zeigen wo die WCs sind, wo die Garderobe ist, die Produkte für Haut, Haare und Make-up, wir erklären, warum wir an Färbetischen ohne Spiegel arbeiten, wo die Tageszeitungen und Magazine zu finden sind und welche Services wir bieten.

Verabschiedung
Die Verabschiedung ist der letzte Eindruck, den Kunden von Gress Friseure mit nach Hause nehmen. Wenn wir unsere Kunden herzlich willkommen geheißen haben, unsere Services perfekt abgelaufen sind und die fachliche Arbeit exzellent umgesetzt wurde, dann rundet die Verabschiedung den professionellen Eindruck ab. Wenn der Ablauf im Salon an irgendeiner Stelle aus irgendwelchen Gründen holprig war und nicht unserem normalen Standard entsprochen hat, dann kann eine gute Verabschiedung einiges wieder ausgleichen. Die Verabschiedung beinhaltet die Begleitung zur Rezeption, den Bezahlvorgang, den Garderobenservice, die Begleitung zur Tür, sowie das Aufhalten derselben und ein abschließendes freundliches Wort auf den Weg.

Ich kann mich noch gut an meine ersten Tage in der Ausbildung erinnern. Der Spruch: “Das muss man doch wissen!” hat mich dauernd begleitet. Dabei hat mir niemand gesagt, was von mir verlangt wird, und niemand hat mich geschult, damit ich die Angst vor Fehlern verliere.

Fazit
Wenn wir wollen, dass die Kids etwas so tun, wie wir uns das vorstellen, dann müssen wir es ihnen sagen und sie trainieren, damit sie es beherrschen.

learntec ©behrendtundrausch klein

Lebenslanges Lernen

Der technologische Wandel schreitet in ungeahnter Geschwindigkeit voran. Das stellt jeden einzelnen von uns vor große Herausforderungen. Wir sind es gewohnt, ein paar Jahre in die Schule zu gehen und dort eine Dosis Wissen eingeimpft zu bekommen. In der Ausbildung steht Lernen noch einmal im Zentrum, aber es kommt der Zeitpunkt, da hat man ausgelernt. Was für ein schreckliches Wort. Ausgelernt! Wir verwenden das Wort immer noch, obwohl erwiesen ist, dass der Mensch lebenslang lernt, ob er will oder nicht.  Lebenslang lernen? Können wir lernen in unseren Gehirnen auch positiv abspeichern? Bringt es uns weiter, wenn wir unseren ganz individuellen Lerntyp kennen?

Ich bin für ein Bildungssystem, das lebenslanges Lernen fördert. Unsere Gesellschaft braucht mehr kreatives Denken, und Individuen sollen sich Zeit gönnen können, um überZiele nachdenken und sie in Angriff nehmen zu können.

Als ich aus der Schule gekommen bin war ich ein überzeugter Nichtlerner. Keiner hat mir erklärt, warum ich lernen soll und wie ich lernen soll. Ich sah keinen Sinn darin, also habe ich das Lernen eingestellt, beziehungsweise so weit reduziert, dass es grade so gereicht hat. Geändert habe ich meine Einstellung erst nach meiner Schulzeit, als ich Prof. Dr. Frederic Vesters Buch Denken, Lernen, Vergessen in die Finger bekommen habe. Von da an ging’s bergauf mit meinem Lernwillen. Ich habe Gedanken erfahren, die mir Türen aufgestossen haben. Plötzlich war nichts mehr unmöglich, alles konnte ich lernen, wenn ich das selber wollte, und es so lernen konnte wie mir das passte. Vesters Erkenntnisse sind mehr als 45 Jahre alt, und die Gehirnforschung hat seither Quantensprünge gemacht, trotzdem sind seine Gedanken auch heute noch faszinierend.

Ein von mir sehr bewunderter Kritiker am bestehenden Schulsystem, Dr. Gerald Hüther, ist einer der führenden Vordenker für ein alternatives Schulsystem, in dem nicht nur Zeit totgeschlagen wird mit dem eintrichtern nutzlosen Lernstoffs, sondern Chancen für eine effektive Wissensvermittlung ergriffen werden. Hier sein Statement zur Umgestaltung von Schule.

Hüther stellt heraus, dass alle großen Umwälzungen von unten gekommen sind und das in Zukunft  auch weiterhin so sein wird. Wenn ich diese Aussage auf unseren Friseurberuf anwende, dann müssen wir noch viel, viel, viel mehr Druck ausüben, damit sich Verband und Politik endlich bewegen und uns die Möglichkeit geben, das Handwerk wieder auf die Sonnenseite zu führen.

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