Digital Immigrants - Peter Gress

Digital Immigrants

Am Mittwoch, 29. Mai 2013 habe ich im Morgenmagazin ein Gespräch mit Philip Riederle verfolgt. Er hat das Buch “Was wir sind und was wir wollen” geschrieben und mich damit schwer beeindruckt. Vom Alter her gehöre ich zu den Digital Immigrants und habe mit während der Lektüre des Buches so meine Gedanken gemacht.

Er selbst ist dem Kindergarten schon lange entwachsen, trotzdem passt der Text des Cartoons perfekt zu seinen Aussagen. Währen wir Alten das Internet und seine Anwendungen nutzen, leben die Digital Natives mit und in den Social Media. Sie bekommen das Smartphone gleich an die Wiege geliefert, und ich zweifle nicht daran, dass sie es schnell beherrschen lernen. Ob das gut ist? Das fragen nur die Digital Immigrants, die Natives pfeifen auf die Antwort. Sie tun einfach.

Meinen ersten PC hatte ich 1985 angeschafft. Eindrücklich erinnere ich mich daran, wie fasziniert ich von der grünen Schrift war, die beim tippen wie von Geisterhand auf dem schwarzen Hintergrund erschien. Mein tragbares Telefon hatte derzeit noch Ziegelsteingröße und das Internet hieß damals noch ARPANET. Die Schreibmaschine habe ich übersprungen, und die Tasten auf der Tastatur waren unverständlich, anscheinend willkürlich angeordnet, um mir das Leben schwer zu machen. Heute stecke ich bin zum Hals in den Social Media und ich gebe es zu: Es gefällt mir.

Meine Kumpels, alle so um die Mitte 50, kann ich mit Apps beeindrucken, die das gesprochene Wort in Text umsetzen. Von Landingpages haben die noch nichts gehört, Video gehört nicht zu ihren Spielzeugen und überhaupt braucht das alles keiner. Da frage ich mich schon manchmal,warum ausgerechnet ich das Internet und seine Möglichkeiten so liebe? Was Philip Riederle den Anzugträgern so unverstellt aus seiner Alterssicht erzählt ist erfrischend. Es hat mich auf die Idee gebracht, mich damit zu beschäftigen, wie Social Immigrants ein Leben am Rande der Social Media fristen können. Lieber den Garten pflegen als facebooken? Am Auto schrauben oder twittern? Warum soll nicht beides gehen? Einfacher kann die Technik kaum mehr werden.

Bildquelle: jkirbydigitalmedia.blogspot.com

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