Kennzahlen - Ausgearbeiteter Text zum Video - Peter Gress

Kennzahlen – Ausgearbeiteter Text zum Video

Erfolgreiches Business

Seminaranmeldung

„Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Menschen.

Es ist unklug, zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.“

Seminaranmeldung

Überblick
Ich bin der mit den Kennzahlen. Sie haben vielleicht schon den einen oder anderen Blogpost von mir gelesen oder einen meiner Podcasts gehört. Kennzahlen sind meine Passion, denn Kennzahlen zeigen mir jeden Tag wo mein Unternehmen finanziell steht. Ein Studium der Betriebswirtschaft ist nicht notwendig für das generelle Verstehen des Zusammenspiels von Kennzahlen. Kennzahlen sind wie eine Maschine mit vielen Zahnrädern, wenn man an einem Zahnrad etwas verstellt wirkt sich das auf die gesamte Maschine aus. Deshalb ist ein ÜBERblick wichtig, man darf sich nicht im Klein-Klein verlieren. Ich will ja schließlich kein Steuerberater werden, den hole ich mir wenn ich Details zu klären habe.

Cash-Flow
Je besser ich die Kosten im Griff habe, desto höher ist mein Gewinn, und je höher der Gewinn ist, desto besser ist mein Cash-Flow, und je höher der Cash-Flow, desto unabhängiger bin ich von Fremdkapital, wenn ich investieren möchte. Es gibt den meist unverständlichen Zustand, dass die BWA Gewinn ausweist und auf dem Konto kein Geld ist. Das hat viele Ursachen die in zu hohen Ausgaben oder, im Umkehrschluss, an zu geringem Umsatz liegen. Es kann passieren, dass in einem Monat wie dem Januar 2017, der Zustrom in die Salons 4,4 Prozent geringer war als im Jahr zuvor. Nach einem starken Dezember empfindet man einen müden Januar doppelt schlimm, auch deshalb, weil sich ja die Kosten zum Vormonat nicht senken. Gerade für solche Schwankungen ist es wichtig, dass man durch seine Kennzahlen erkennt, dass eine vorübergehende, kurze Dürre gut auszuhalten ist wenn man finanziell und marketingtechnisch im Vorfeld gut geplant hat.

Tool-Box
Ein Kennzahlensystem alleine nützt deshalb nicht viel mehr als zu wissen wo man steht. Um Kennzahlen positiv und dauerhaft zu beeinflussen brauchen wir eine Tool-Box, in der alle Werkzeuge stecken die wir brauchen, um das Unternehmen zu pushen. Social Media, Printmedien, Aus- und Weiterbildung, PR und Öffentlichkeit, Service, Preise, Kommunikation, Teammeetings, Einzelgespräche und was sonst noch alles verfügbar ist steckt in dieser Tool-Box. Die sieht in jedem Unternehmen anders aus, muss sie auch, denn jedes Unternehmen hat seinen eigenen Takt, sein Image und seine ganz individuellen Ziele. An denen muss sich jede Aktion messen, denn Glaubwürdigkeit ist das höchste Gut, das jeder Unternehmer mit seiner Marke erreichen muss.

Gewinn
Ich komme noch einmal kurz zurück zum Gewinn. Ist Gewinn gleich Gewinn? Manche Unternehmer denen so, ihnen ist es egal, woher die Kohle kommt. Meiner Meinung nach ist das nicht zielführend, denn es gibt – so nennen wir das beim Great Game of Business – gute und schlechte Gewinne. Schlechte Gewinne sind bspw. WLAN-Kosten in Businesshotels, Sitzplatzreservierungsgebühren im Flugzeug, teure Parkgebühren in Hotels und sonstige unnötige Abzockerkosten, die uns Verbrauchern jedesmal sauer aufstossen und niemals zu Fans dieser Unternehmen werden lassen. Es ist eine Spirale: Je kreativer die Verbraucher in der Vermeidung solcher Kosten werden, desto fieser werden die Anbieter. Es werden Abgaben erfunden, die den kurzfristigen Gewinn auf Teufel komm raus nach oben pushen sollen. Das ist für die Dienstleistungssparte, in der ich uns Friseure sehe, der falsche Weg. Wir brauchen dauerhafte und solide Entwicklung, denn die Jagd nach kurzfristigen schlechten Gewinnen ist anstrengend, zeitraubend und sie vernichtet Markenwert.

Gute Gewinne dagegen bringen allen Kunden – wir sind ja selbst auch Verbraucher und mögen gute Behandlung – einen hohen Nutzen. Angefangen beim Empfang im Salon, dem Service, der fachlichen Leistung und der Betreuung über die Salontüre hinaus zieht sich das Spektrum der Kundenbindung. Und genau dieses Ziel verfolgen wir: Kundenbindung. Wir spielen nicht Kundenverjagen. Sie brauchen einen Marketingplan und einen Serviceplan, in dem sich die einzelnen Aktionen sinnvoll ergänzen. Das kostet etwas Gewinn, dafür bekommen Sie Werte bei den Kunden die mit Geld nicht zu bezahlen sind: Glaubwürdigkeit und Vertrauen in die Marke! Und die ist heute wesentlich mehr wert als kurzfristiger Profit.

Kostenkontrolle
Bei der Kostenkontrolle zählen Werte wie Selbstbeherrschung bei den Privatentnahmen, ein kritischer Blick auf den Warenverbrauch, die Löhne, Ausbildungs- und Weiterbildungskosten, sowie der planvolle Einsatz von Marketingaktionen. Ihre Privatentnahmen schon getätigt, sollten unter dem Strich zehn Prozent Gewinn stehen. Von diesen zehn Prozent bezahlen Sie Ihre Steuern, der Rest wandert auf’s Rücklagenkonto. So die grobe Rechnung. Wie oben schon gesagt, wir studieren hier nicht Betriebswirtschaft und wie sind auch keine Steuerberater. Wir schaffen eine große Linie, um deren Details sich die Profis kümmern dürfen. Finden Sie Ihre Stärken und bauen Sie die aus. Investieren Sie nicht zu viel in die Behebung Ihrer Schwächen. Sie kennen Ihre Stärken und Schwächen nicht? Dann wird es Zeit diese herauszufinden. Wir sind gesellschaftlich darauf konditioniert, permanent unsere Schwächen auszubalancieren. Warum? Wir sind nicht in der Schule wir bekommen keine Noten. Zwei, drei Fähigkeiten in denen Sie wirklich richtig gut sind reichen aus, um eine Menge Schwächen zu kompensieren.

Zielgruppe
Noch ein Wort zur Zielgruppe: Werfen Sie einen kritischen Blick auf die Definition Ihrer Zielgruppe und beherzigen Sie bitte immer das Zitat: „Everybody’s Darling ist Everybody’s Depp!“ Seien Sie deshalb mutig und schaffen Sie Reibungspunkte. Grenzen Sie sich ab vom Mainstream, schaffen Sie sich selbst eine scharfe Kante. Wenn Kunden sich beschweren, Sie seien zu teuer, lassen Sie sie dorthin gehen wo es billiger ist. Wir bei Gress Friseure investieren jedes Jahr Tausende von Euro in die Weiterbildung und Höherqualifizierung unseres Teams. Wenn Kunden solche Investition nicht honorieren, dann liegt das an zwei Faktoren: 1.) entweder haben wir die falschen Kunden, oder 2.) wir kommunizieren unsere Leistung nicht konsequent

Am 26.2.2017 behandle ich in meinem Seminar in Esslingen nicht nur das Kennzahlensystem selbst, sondern auch einige ausgewählte Werkzeuge der Tool-Box für die positive Beeinflussung der Kennzahlen.

Bleiben Sie erfolgreich.

Ihr Peter Gress

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