Stars und Diven verhindern Wachstum - Peter Gress
Star for the Night

Stars und Diven verhindern Wachstum

 

Heute geht es um Stars im Salon. Jeder von uns möchte die leistungsfähigsten und kreativsten Mitarbeiter haben. Aber sind Stars im Salon wirklich nützlich? Ich behaupte, Stars und Diven sind nicht gut für den Betrieb. Sie ziehen zu viel Aufmerksamkeit auf sich, binden Produktivität, sie sind anstrengend und, je nach charakterlicher Ausrichtung, demotivierend für das gesamte Team. Nur in absoluten Ausnahmefällen sind sie gute Führungskräfte, denn sie sind vornehmlich an sich selber und an ihrem Weiterkommen interessiert. Oft sind sie launisch, zickig und sie polarisieren. Dadurch belasten sie das Team dauerhaft und sind deshalb kontraproduktiv für eine entspannte und kreative Arbeitsatmosphäre.

Solche Stars sind eine Belastung. Höchstleister mit Charakter, Teamgeist und klarer Zielsetzung dagegen sind sie absolute eine Bereicherung für das Team. Aber diese Mitarbeiter stehen normalerweise nicht zur Verfügung, denn sie haben bereits einen gut dotierten Job oder sie sind eben selbstständig. Die „Optimierte Mittelmäßigkeit“ die ich hier anspreche, ist deshalb zielführender als ein Superkönner, der vielleicht auch nur deshalb zum Superkönner wird, weil der Rest des Teams nicht gut genug entwickelt ist. Von dieser Seite aus muss man das Problem Star auch mal beleuchten. Das Wort Mittelmäßigkeit und seine Bedeutung hören und fühlen sich ungut an, denn wir wollen ja Premiumleistung produzieren. Bevor wir aber meinen Begriff der „Optimierten Mittelmäßigkeit“ vorschnell wegschieben, müssen wir folgendes analysieren: Was ist Premium überhaupt? Wo beginnt für uns Minderleistung und ab wann und unter welchen Gesichtspunkten ist Leistung überhaupt exzellent? Zwischen den Definitionen von Minderleistung und Exzellenz lebt und atmet das Mittelmaß. Aus einem hohen Leistungsmittelmaß erwachsen die wirklichen Höchstleister. Ein hohes Mittelmaß für alle Teammitglieder zu schaffen ist deshalb die wirkliche unternehmerische Herausforderung.

Als Unternehmer strebe ich einen hohen Leistungsstandard für meine Mitarbeiter an. Wie erreiche ich das? Indem ich systematisiere. Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass sich Leistung überhaupt erst entwickeln kann. Im Normalfall besteht ein Team aus erfahrenen Mitarbeitern, aus Nachwuchskräften und aus den Auszubildenden, die wir für unsere betriebliche Zukunft brauchen. Durch diese Verteilung im Team entsteht automatisch ein Leistungsgefälle nach unten. Wenn ich mein Team nach klar definierten, qualitativ und nutzenorientierten Unternehmenszielen systematisch entwickle, ist das Leistungsgefälle der erfahrenen Mitarbeiter eher klein. Spezialisierung minimiert das Gefälle noch weiter. Der Kundennutzen wird noch höher, weil die Eindringtiefe stark zunimmt. Die Herausforderung ist es, die Nachwuchskräfte meines Teams parallel fachlich und charakterlich gezielt und innerhalb eines zeitlich festgelegten Rahmens systematisch zu entwickeln.

Stars machen gerne ihre eigenen Regeln, sie widersetzen sich jeder Systematik. Ich kann aber keine Fremdinteressen in meinem Betrieb gebrauchen. Wir müssen die Mitarbeiter aus einer anspruchsvollen Ausbildung heraus in ein hohes Mittelmaß und weitergehend zum Höchstleister entwickeln. Und wieder sind hier die Stars im Weg. Sie sind zwar aus sich selbst heraus motiviert, fügen sich aber den Zielen des Unternehmens nicht. Sie schaffen es meist, dem Team ihren Stempel aufzudrücken und dann wird das sehr gefährlich, denn wenn ich hier die Kontrolle verliere habe ich die Hoheit über meinen Betrieb verloren.

Fazit: Durch eine anspruchsvolle Ausbildung wird ein hohes Mittelmaß erreicht, woraus sich wiederum teamfähige Höchstleister entwickeln können.

Ich würde diesen und weitere Gedanken sehr gerne mit Ihnen in meinem Seminar „Friseurbetriebe erfolgreich führen mit Kennzahlen“ am 25.6.2017 in Esslingen weiterführen. Informationen und die Anmeldung finden Sie unter www.friseur-kennzahlen.de. Wenn Sie regelmäßig Informationen über Kennzahlen und Führung bekommen möchten können Sie dort auch den Newsletter abonnieren.

Ich freue mich auf Sie.

In diesem Sinne, bleiben Sie gesund und bleiben Sie erfolgreich.

Ihr Peter Gress

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